Einleitung zum Konzept "Kinderblümchen"




Beginnen möchte ich mit einem Kinderlied:


1. Ein Gärtner geht im Garten,

    wo tausend Blumen blühn,

    und alle treu zu warten

    ist einzig sein Bemühn.


2. Der gönnt er sanften Regen

    und jener Sonnenschein.

    das nenn ich treues Pflegen,

    da müssen sie gedeihn.


Quelle: Gesangbuch der Neuapostolischen Kirche - Text:Max von Schenkendorff (1783-1817)


 

Kinder sind wie zarte Blumen, die eine konstante liebevolle

und individuelle Pflege brauchen. Nur so können Sprösslinge

sicher, unbeschwert und glücklich heranwachsen und gedeihen.

 

 

Schwerpunkte und Ziele


Hier möchte ich Ihnen die Schwerpunkte und pädagogischen Ziele meiner Arbeit vorstellen. Gleichzeitig möchte ich Ihnen einen Einblick in meine personellen Gegebenheiten geben.

 

Das Ziel meiner Arbeit ist, die Kinder auf ihren Weg der Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen.

Um dies bestmöglich zu erreichen, biete ich den Kindern eine fachgerechte, liebevolle und individuelle Betreuung. Hierbei orientiere ich mich konkret an den jeweiligen Bedürfnissen der Kinder und deren Familien, denn nur so kann ich eine Entlastung und Unterstützung für die Familie im Alltag darstellen. Ich möchte „Hand in Hand“ einen Weg mit den Kindern und Eltern gehen; gegenseitiges Vertrauen ist dabei unbedingt notwendig.

 

Das Wichtigste für mich ist, dass sich die Kinder bei mir gut fühlen und glücklich sind. Ich möchte ihnen ein bestmögliches Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben, damit auch Sie als Eltern mir Ihre Kinder mit gutem Gefühl anvertrauen.

 

Besonderen Wert lege ich darauf, mit den Kindern einen geregelten und strukturiertenTagesablauf zu leben. Das betrifft z.B. einen Morgenkreis zur Begrüßung ,gemeinsame Mahlzeiten und Ruhezeiten, sowie gezielte Beschäftigungs- und Förderaktivitäten und gemeinschaftliche Aktivitäten und Spiele.

 

Auch auf eine musikalische als auch auf eine sportliche/motorische Früherziehung lege ich meine besondere Aufmerksamkeit.

 

Durch meine zwei Kinder, Philipp, geboren im Jahr 2000 und Leonie Johanna, geboren im Jahr 2013, habe ich meine wichtigsten und intensivsten Erfahrungen im täglichen Umgang mit Kindern erlebt, die mich in meiner täglichen Arbeit als Tagesmutter begleiten.

 

Als Tagesmutter werde ich mich auch in Zukunft fort- und weiterbilden, um meine Aufgabe an den Kindern und meine eigene Arbeitsqualität weiter zu entwickeln.

 

Dass sich alle Kinder und deren Eltern in meiner Kindertagespflege „Kinderblümchen“ wohl und willkommen fühlen, ist und bleibt meine Motivation.

 

 

 

 

Meine Ziele für die pädagogische Arbeit

 

 

 

Das Kind aus meiner Sicht

 

Kinder begegnen uns mit der ihnen eigenen Persönlichkeit auf der Suche nach ihrer Identität.Sie sind offen für alles, was auf sie zukommt. Sie sind neugierig,experimentierfreudig und lernbegierig.

Mir ist es daher wichtig, ihre Neugierde und ihre Wissbegierigkeit zu                         erhalten und auf unterschiedliche Art und Weise zu fördern.

Deshalb sehe ich meine Kindertagespflege nicht als Aufbewahrungsort, sondern als Ort, an dem sich die Kinder spielerisch Wissen aneignen. Ich lege bei meiner Arbeit Wert darauf, dass die Kinder alles, was sie schon selbst tun können und wollen, auch tun können.

Ich schaffe für die Kinder Freiräume und Grenzen, die ihnen den Halt und die nötige Sicherheit geben, ihren kurvenreichen Entwicklungsweg so gut wie möglich auf ihre eigene Weise und in ihrem eigenen Tempo zu gehen.

 

 

Basiskompetenzen der Kinder

 

Die Kinder sollen in ihrem täglichen Tun spielerisch lebenspraktische Erfahrungen sammeln. Die Freispielzeit ist dafür sehr wichtig. Das Kind kann dort frei nach seinen eigenen Impulsen entscheiden, Dinge tun, die ihm Kraft und Freude aber auch Selbstbewusstsein vermitteln.

Es übt sich in Entscheidungen, in der Selbstbehauptung, aber auch im Anpassen, in Erkennen eigener Wünsche und Fähigkeiten, im Erproben von Verhaltensweisen und vielem anderen mehr.

Bei mir werden die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen und akzeptiert.

 

 

Selbstwertkompetenzen der Kinder

 

Die Kinder sollen ein positives Bild von sich selbst entwickeln und stolz auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten sein. Damit die Kinder ihre Persönlichkeit entwickeln können, nehme ich sie mit ihren Wünschen und Bedürfnissen ernst und unterstütze sie in ihrem eigenen Tun. Ich gebe ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Grenzen zu erfahren und unterstütze sie, damit umzugehen. Als Orientierungshilfe sind ebenfalls klare Regeln notwendig.

Es ist mir wichtig, durch ausreichend Zeit, Raumgestaltung, Materialangebot und Unterstützung dem Spielbedürfnis der Kinder gerecht zu werden. Durch genügend Freiräume für selbstständiges Handeln und Mitbestimmen lernen die Kinder, auf ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und Aufgaben sowie Konflikte, selbst zu lösen.

Ich ermutige und bestärke die Kinder, sich in den Kindertagespflegealltag miteinzubringen und sich unter anderem an gemeinsam aufgestellte Regeln zu halten, z.B. beim Aufräumen vor dem Rausgehen, Händewaschen vor dem Essen, beim Einhalten von Tischsitten usw.

Um sich entfalten zu können, benötigen Kinder eine vertrauensvolle und freundliche Atmosphäre. Diese möchte ich ihnen gerne geben.

 

 

Basiskompetenz

 

Alle Kinder bringen einen Grundschatz an Kompetenzen mit. Diese werden in meiner Kindertagespflege aufgegriffen und gefördert. Das Tempo der Entwicklung des Kindes, bei der ich es begleite und durch gezielte Impulse unterstütze, bestimmt das Kind selbst. Dieser kontinuierliche Prozess baut auf unterschiedliche vorhandene Kompetenzen auf und bedingt verschiedene Schwerpunktsetzungen des Alters.

 

 

Motivation

 

Kinder sollen Selbstvertrauen aufbauen, dass sie selbstständig Probleme erkennen, einschätzen und Lösungen entwickeln können. Dabei werden Konzentration, Ausdauer und Durchhaltevermögen gefördert. Ich unterstütze die Kinder dabei und ermutige sie zu eigener Initiative.

 

 

Kognitive Kompetenz

 

Die Kinder benutzen alle Sinne, um ihre Umwelt differenziert wahrzunehmen und zubegreifen. Deshalb versuche ich ein reiches Erlebnisfeld für die Kinderbereitzuhalten, damit sie Merkmale wie Größen, Farben, Formen, Gewichte und Temperaturen unterscheiden lernen.

Auch durch das Lernen und Wiederholen von Liedern, Spielen und Gedichten werden ihre Konzentration und ihr Gedächtnis geschult.

 

 

Physische Kompetenz

 

Die Kinder werden zunehmend fähig, selbst für ihr körperliches Wohl zu sorgen. In der Spielfreizeit haben die Kinder Gelegenheit, sowohl in der Bewegungsrunde, als auch draußen im Garten und im Wald, ihren Bewegungsdrang auszuleben, Geschicklichkeit zu entwickeln und Körperbeherrschung zu erlernen.

 

 

Soziale Kompetenz

 

Kinder können Beziehungen zu anderen Personen aufbauen und finden ihren Platz in der Gemeinschaft. Dazu ist es erforderlich, dass sie Einfühlungsvermögen und Verständnis für ihr Gegenüber, sowie Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft entwickeln.

Ich achte darauf, dass im täglichen Miteinander Gesprächsregeln, wie z.B. ein angemessener Ton, ausreden lassen, zuhören und nachfragen eingehalten werden.

Die Kinder sind in der Lage, gemeinsam etwas zu planen und durchzuführen. Dabei lernen sie Konfliktfähigkeit und Kompromissbereitschaft, sowie bei Konflikten anderer Kinder zu vermitteln.

 

 

Emotionale Kompetenz

 

Die Kinder lernen Gefühle wie Freude, Wut, Begeisterung, Angst und Traurigkeit bei sich und anderen wahrnehmen und damit umzugehen. Ich respektiere die Gefühle der Kinder und gehe darauf ein. Dies geschieht sowohl bei gezielten Beschäftigungen, als auch im Freispiel. Ich spreche mit den Kindern über ihre Gefühle und unterstütze sie dabei, mit diesen umzugehen. Als Verarbeitungshilfen dienen z.B. Märchen, Rollenspiele, Musik, Malen, Bewegung usw.

 

 

Lernkompetenz

 

Kinder lernen von Geburt an durch das eigene Tun. Es ist mir wichtig, dass sie spielerisch im lebenspraktischen und kognitiven Bereich ihre Erfahrungen sammeln können und in den pädagogischen Alltag miteinbezogen werden. Sowohl im Freispiel, wie auch in angeleiteten Beschäftigungen, erfahren die Kinder durch Experimentieren, Erforschen, Entdecken und Spielen mit verschiedenen Materialien, ein Lernen durch ganzheitliches Erleben und Erfahren. Dafür stelle ich ihnen Zeit, Raum und Material zur Verfügung.

Kinder lernen durch Anleitung, sowie durch Versuch und Irrtum und verfestigen das Gelernte durch Wiederholung. Ich ermutige und unterstütze die Kinder dabei und gebe ihnen Zutrauen in ihrem eigenen Können. Dabei erfahren sie auch, dass Lernen Spaß macht.

 

 

 

 

 

Bildungsinhalte

 

 

 

Körper, Bewegung und Gesundheit

 

Ich unterstütze die Kinder in ihrem angeborenen Bewegungsdrang, indem ich ihnen genügend Freiräume schaffe, frei zu spielen. Ausserdem gehen wir so oft wie möglich raus in den Garten und in den angrenzenden Wald, wo die Kinder auf Baumstämmen balancieren und auf Baumstümpfe klettern können. Der schöne Nebeneffekt ist, dass das Immunsystem der Kinder gestärkt wird.

Im Innenbereich können die Kinder mit meiner Unterstützung Höhlen bauen, durch die sie krabbeln können, kleine sichere Hindernisse erklettern und vieles mehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange die Sicherheit natürlich vorhanden ist.

Auch die Kleinen brauchen mal eine Auszeit und Ruhe, Erholung von den vielen Erlebnissen und Eindrücken. Deshalb habe ich einen kleinen Raum für den Rückzug erschaffen, den „Ruheraum“. Dort können die Kinder sich gemütlich in die Kuschelecke zurückziehen und leiser Musik lauschen.

 

 

Sprache, Kommunikation und Schriftkultur

 

Dieser Bildungsbereich ist besonders eng mit den anderen verknüpft, da mich das Sprechen mit den Kindern im gesamten Alltag begleitet. Ich fördre die Sprachentwicklung und Kommunikationsfähigkeit unter anderem in dem wir singen, reimen, Geschichten erzählen, und ich benenne aktiv Gegenstände, Personen, Situationen etc.

 

Mathematische und naturwissenschaftliche Bildung

 

Angetrieben durch ihre Neugier untersuchen die Kinder unterschiedliche Materialien auf Beschaffenheit und Zusammensetzung. Sie lernen Mengen, Formen, Länge, Größe und Zahlen mit allen Sinnen begreifen und kennen. Sei es beim Wasserumfüllen in andere Behälter, im Alltag beim Sortieren von Materialien, auch schon beim Aufräumen usw.

 

 

Musik

 

Musik und vor allem das gemeinsame Musizieren ist ein großer Bestandteil in meiner Kindertagespflege.

Bereits von Geburt an besitzen Säuglinge einen ausgeprägten Sinn für Rhythmus, denn im Mutterleib haben sie den Herzschlag der Muttergehört. Sie reagieren sensibel und emotional auf Klänge, Rhythmen und Melodien. Ein leises Einschlaflied gesungen von einer vertrauten Stimme wirkt beruhigend, während lebhafte Rhythmen das Kind zum aktiven Strampeln mit Armen und Beinen anregen.

Einjährige Kinder sind aufmerksam und interessiert, wenn gesungen wird. Obwohl das Kind noch nicht mitsingen kann, ist zu beobachten, wie es an den Lippen der Sängerin/des Sängers hängt und seine Gesichtsmuskulatur bewegt sich unmerklich mit. Aktiv mit anderen zu singen, ist ein Entwicklungsprozess, der Zeit braucht und dem Kind wiederholte Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten muss. Deshalb werden wir so oft wie möglich singen.

Ein Ritual ist unser Willkommenslied im Morgenkreis, welches immer dasselbe sein wird. Das gibt den Kindern eine Vertrautheit und Halt und das Singen in der Gruppe stärkt das „Wir-Gefühl“.

Ich werde auch mit den Kindern musikalische Bewegungsreisen machen, wobei die Kinder in spielerischer Form dazu animiert werden, sich zu bewegen. Musik und Bewegung zusammen aktivieren die natürliche Freude an der Bewegung und regen die Fantasie an.

 

 

Darstellen und Gestalten

 

Kinder haben eine großartige Kreativität, die ich gerne so gut wie möglich unterstützen werde. Deshalb werde ich ihnen zu jeder Freispielzeit Zeichenblätter, Wachsmalstifte, Buntstifte, Kreide und Knete anbieten.

Auf unseren Walderoberungsspaziergängen werden wir verschiedene Naturmaterialien sammeln, die ich mit den Kindern dann nach ihren Wünschen verarbeiten werde.

So manches Mal werden wir uns auch verkleiden und in andere Rollen schlüpfen und unserer Fantasie freien Lauf lassen.

 

 

Soziales Lernen

 

Die Kinder lernen einen respektvollen auf Achtung des Gegenübers basierenden Umgang untereinander und zu Außenstehenden und respektieren die Gefühle des Anderen. Dass auch mal Konflikte in einer Gruppe entstehen, gehört nun mal zum Leben.

Deshalb werde ich, wenn es nicht ausartet, die Kinder auftretende Konflikte untereinander lösen lassen und biete mich ihnen für Lösungen an, ohne für den Einen oder Anderen Partei zu ergreifen.

 

 

Ernährung

 

Großen Wert lege ich auf gesunde Ernährung.

Wenn ein Kind morgens kommt, kann es erstmal noch etwas frühstücken. Zu den Zwischenmahlzeiten am Vormittag und Nachmittag gibt es frisches Obst und/oder Joghurt. Mittags wird mit frischen Zutaten kindgerecht gekocht.

Süßigkeiten sind (bei mir) nicht verboten, werden von mir aber nur zu besonderen Anlässen, wie z.B. bei Geburtstagen oder anderen Feiern dem Alter entsprechend angeboten.

 

 

 

 

In regelmäßigen Abständen hinterfrage ich mein Konzept, um meine Arbeit zu reflektieren und im Bedarfsfall etwas daran zu ändern.